Amazon FBA in Österreich 2026: Alle Infos, Vorteile und Kosten von Fulfillment by Amazon

Martin Jezy15 April 202610 min

Amazon FBA in Österreich - also "Fulfillment by Amazon" - gilt für viele Händler als spannende Möglichkeit, ein eigenes Business aufzubauen. Aber lohnt sich Amazon FBA noch in 2026? Und ist es überhaupt noch profitabel? 

Ob FBA die richtige Wahl für dich ist, findest du hier heraus. Lass uns loslegen!

Die neuesten Updates zu Amazon FBA 2026:

1. Gebührensenkungen und neue Kostenstruktur

  • Ab dem 1. Februar 2025 werden die Versandgebühren für Pakete und Übergrößen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien reduziert.
  • Gleichzeitig wird die Struktur für Übergrößen vereinfacht: Die bisherigen 28 Gewichtsklassen werden auf 17 reduziert, was die Gebührenberechnung für Händler transparenter macht.
  • Amazon hat Ende 2025 europaweit kräftig an der Gebührenschraube gedreht. Seit dem 15. Dezember 2025 kosten FBA-Versandgebühren für Pakete und Übergrößen im Schnitt 0,32 Euro weniger pro Sendung. Insgesamt plant Amazon für 2026 ein durchschnittliches Minus von 0,17 Euro pro verkaufter Einheit in Europa, eine der größten Senkungen seit Jahren.
  • Auch die Verkaufsprovisionen sind gesunken: Bekleidung und Accessoires bis 15 Euro kosten nur noch 5% statt 8%, zwischen 15 und 20 Euro sank die Provision von 15% auf 10%. Seit Februar 2026 gilt außerdem für Haushaltswaren bis 20 Euro ein Satz von nur noch 8%, Tierfutter und Tierkleidung bis 10 Euro sogar nur noch 5%.
  • Auf der anderen Seite gibt es seit dem 17. April 2026 einen Treibstoffzuschlag von 1,5% auf alle FBA-Versandgebühren in Europa, rund 0,05 Euro pro Einheit. Und von Oktober bis Januar kommen saisonale Aufschläge von 0,19 bis 0,26 Euro pro Standardpaket dazu. Feste Einplanung in die Jahreskalkulation ist hier Pflicht.

2. Neue Low-Stock-Gebühr und geänderte Erstattungsregeln

  • Fällt der Lagerbestand unter 28 Tage Reichweite, werden seit 2025 zusätzlich 0,20 bis 0,70 Euro pro Artikel fällig. Gerade für österreichische Händler, die ihre Ware in deutschen Amazon-Lagern eingelagert haben und oft längere Nachbestellwege haben, ist das ein Punkt, den man im Blick behalten muss.
  • Außerdem gilt seit März 2025: Bei Amazon-Fehlern wird nur noch der Herstellungswert erstattet, nicht der Marktwert. Wer seine Kosten nicht in der Seller Central hinterlegt, riskiert eine Amazon-Schätzung, die oft 20 bis 30% unter dem tatsächlichen Wert liegt. Also unbedingt nachtragen.

3. Low-Price-FBA ausgeweitet

  • Produkte bis 20 Euro profitieren jetzt von den günstigeren Low-Price-FBA-Tarifen mit einer Ersparnis von rund 0,45 Euro pro Einheit. Für Beauty, Accessoires oder Haushaltsbedarf wird FBA damit auch im unteren Preissegment wieder deutlich attraktiver.

4. Wettbewerb bleibt hart

  • Knapp 1,9 Millionen aktive Verkäufer sind weltweit auf Amazon unterwegs, 82% davon über FBA, und über 62% aller Verkäufe kommen von Drittanbietern. Der Markt ist groß, aber chinesische Anbieter drücken vor allem bei Standardprodukten massiv auf den Preis. Eine eigene Marke oder klare Nische ist heute wichtiger denn je.

5. KI und neue Tools

  • Amazon baut seine KI-gestützten Listing-Tools weiter aus und rollt schrittweise 3D-Produktansichten sowie Augmented Reality ein. Wer früh damit arbeitet, kann sich bei der Produktpräsentation einen echten Vorteil sichern.
  • KI-gestützte Tools analysieren Produktbeschreibungen und helfen dabei, Keywords effektiver einzusetzen, um bessere Rankings in den Amazon-Suchergebnissen zu erzielen.
     

Diese Entwicklungen zeigen, dass Amazon 2026 weiterhin stark in seine Plattform investiert, aber auch, dass die Konkurrenz härter wird. Mehr dazu gibt es in Amazons aktuellem Video, das die neuesten Features und Tipps für Händler erklärt:

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Die wichtigsten Fragen zu FBA = Fulfillment by Amazon

Was ist Amazon FBA?

FBA steht für "Fulfillment by Amazon" - ein Logistikservice, mit dem Händler ihre gesamte Auftragsabwicklung an Amazon auslagern können. Das bedeutet: Lagerung, Verpackung, Versand, Retouren und Kundenservice übernimmt Amazon. Händler haben also keinen direkten physischen Kontakt zu ihren Produkten, sobald diese im Amazon-Logistikzentrum eingelagert sind.

Der Ablauf ist simpel: Händler senden ihre Waren an ein Amazon-Fulfillment-Center, wo sie eingelagert werden. Sobald ein Kunde eine Bestellung aufgibt, verpackt Amazon das Produkt, verschickt es und kümmert sich um Retouren oder Reklamationen. Der Händler muss sich nicht um den Versandprozess kümmern und kann sich stattdessen auf Marketing, Produktentwicklung und Verkauf konzentrieren.

Die Kosten für Amazon FBA sind nicht pauschal, sondern hängen von mehreren Faktoren ab:

  • Größe & Gewicht des Produkts: Je größer oder schwerer das Produkt, desto höher die Fulfillment-Gebühr.
  • Lagerdauer: Lang liegende Waren verursachen zusätzliche Lagergebühren.
  • Verkaufsgebühren: Amazon erhält eine Provision pro verkauftem Artikel, die je nach Produktkategorie variiert.
  • Zusätzliche Gebühren: Dazu gehören etwa Gebühren für Lagerüberschreitungen, Verpackungsdienstleistungen und Retourenhandling.
  • Vorteile von FBA:
    • Prime-Status: Produkte, die mit FBA versendet werden, erhalten das begehrte Prime-Label. Das bedeutet schnelleren Versand für Kunden, was die Kaufwahrscheinlichkeit erhöht.
    • Automatisierte Logistik: Händler müssen sich nicht selbst um Versand, Retouren oder Kundenservice kümmern - Amazon übernimmt alles.
    • Skalierbarkeit: FBA ermöglicht es Händlern, weltweit zu verkaufen, ohne eigene Lager oder Versandprozesse aufbauen zu müssen.
    • Kundenvertrauen: Amazon ist bekannt für seine zuverlässige Logistik. Kunden bestellen eher Produkte, die von Amazon versandt werden.
       
  • Nachteile von FBA:
    • Hohe Lagerkosten: Besonders für langsam drehende Artikel oder saisonale Produkte können die Lagergebühren stark ansteigen.
    • Wenig Markenpräsenz: Da Amazon die Produkte in neutralen Amazon-Kartons verschickt, bleibt die eigene Marke oft im Hintergrund.
    • Weniger Kontrolle: Händler haben keinen direkten Einfluss auf Lagerung, Versand oder die Qualitätssicherung durch Amazon. Fehler bei der Kommissionierung oder beschädigte Waren können vorkommen.
    • Zusätzliche Gebühren: Neben Verkaufsprovisionen und Lagergebühren können weitere Kosten anfallen, etwa für Retourenmanagement oder Langzeitlagerung.

Was ist Amazon FBA in Österreich?

  • Fulfillment by Amazon”, abgekürzt FBA, ist ein Service des amerikanischen E-Commerce-Riesen, der es Online-Händler*Innen aus Österreich ermöglicht, Amazons riesiges Logistik-Netzwerk zu nutzen und sämtliche Artikel, die darüber verkauft werden, von Amazon auch direkt versenden zu lassen.

    Damit kannst du als E-Commerce Händler*In deine Produkte über die Plattform sowohl verkaufen, als auch deine Waren bei Amazon lagern, die sich um Verpackung, Versand und Retourenabwicklung deiner Bestellungen kümmern.

    Der FBA Service gibt Amazon Sellern in Österreich eine effektive Methode, das Online-Geschäft zu vergrößern und dabei den Aufwand zu minimieren.
     
  • Der entscheidende Vorteil von Amazon FBA besteht darin, dass es insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zu einem weltweiten Markt ermöglicht und ihnen gleichzeitig eine fortschrittliche logistische Infrastruktur zur Verfügung stellt. Verkäufer senden ihre Produkte an die Fulfillment-Zentren von Amazon, wo diese bis zum Verkauf gelagert werden.

    Sobald eine Bestellung eingeht, übernimmt Amazon den gesamten Prozess – von der Verpackung bis zum Versand. Zudem kümmert sich Amazon um Rücksendungen und den Kundenservice, was die Verkäufer deutlich entlastet.

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Amazon selbst hat ein anschauliches Videos bereitgestellt (auf Englisch), dass dir in 2 Minuten zeigt, was Amazon FBA ist.

In drei Schritten bei Amazon FBA starten:

  • Du musst dich online als FBA HändlerIn anmelden,
  • deine Produkte eintragen,
  • und sie an Amazons Fulfillment Lager senden.

Amazon übernimmt die Einlagerung deiner Artikel und bearbeitet automatisch alle eingehenden Bestellungen. Deine Hauptaufgabe besteht darin, deine Produkte auf der Verkaufsplattform zu bewerben und sicherzustellen, dass der Lagerbestand bei Amazon stets ausreichend ist.

Wie viel Startkapital für Amazon FBA?

Das hängt stark von der Größe deines Geschäfts ab, welche und wieviele Produkte du verkaufen willst. An anderer Stelle in diesem Artikel findest du die allgemeinen Kosten und Gebühren für Amazons FBA Service. 

Unterm Strich empfehlen wir:

  • Amazon FBA Startkapital von mindestens 5000€, wenn du als wachsendes Unternehmen ins Amazon Business einsteigen möchtest und auf langfristige Profitabilität setzt. Darin fallen auch verschiedene allgemeine Kosten, die du einkalkulieren solltest.

Dieses Startkapital wirst du neben den FBA Gebühren unter anderem brauchen für:

  • Gewerbeanmeldung (variiert, ca. 50€)
  • Registrierung bei Amazons Seller Account "Professionell" (39€ / Monat - sinnvoll, wenn du über 40 Produkte im Monat verkaufst, sonst 0,99€ pro Verkauf)
  • Werbekosten für Marketing (variiert, ca. >10% vom Warenwert zu Beginn)
  • Kosten für deine Produkte, deren Bestellung, Versand an Amazon inkl. Zollgebühren (variiert stark je nach Produkt)
  • Beantragung von Barcodes und EORI / EAN Nummer bei deiner Zollbehörde, für die Identifikation deiner Produkte und die Zollabwicklung (variiert, je nach Land ca. 60€ bei Online-Beantragung)
  • Evtl. Einfuhrumsatzsteuer je nach Produkt und geltendem Recht in deinem Land - bei Einfuhren aus Nicht-EU-Ländern (Österreich 20%, Deutschland 19%)

Hinzu kommen weitere Kosten für dein laufendes Geschäft, wie:

  • Buchhaltung
  • Produktfotos
  • Mitarbeiter
  • Lizenzen
  • Zertifikate
  • Samples
  • Amazon Seller Tools
  • Flyer und andere Beilagen
  • Markenanmeldungen

Wie viel kostet Amazons FBA Service? Inkl. den neuesten Preisupdates

Keine Sorge, auch wenn du Gebühren für Amazon FBA zahlst, übernimmt Amazon viele Aufgaben für dich. Sie kümmern sich um die Lagerung, Verpackung, Lieferung, den Kundenservice und sogar um Retouren. Die FBA-Gebühren decken all diese Dienstleistungen ab.

Die genauen FBA-Gebühren hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie der Kategorie, Größe und Gewicht deines Produkts. Deswegen können wir hier keine spezifischen Aussagen treffen. Es lohnt sich, einen genauen Blick darauf zu werfen.

Die allgemeinen Amazon FBA-Gebühren:

  • Amazon Seller Account: Du zahlst 39 € pro Monat für deinen Verkäufer-Account bei Amazon.
  • Verkaufs- bzw. Vermittlungsgebühren: Diese liegen in den meisten Fällen zwischen 8% und 15% und werden auf den Verkaufspreis deiner Produkte erhoben.
  • Lagergebühren: Diese variieren je nach Größe und Gewicht deiner Produkte. Es ist wichtig, die Maße und das Gewicht im Blick zu behalten, da sie sich auf die Gebühren auswirken. Während der Hochsaison können sie ordentlich steigen.
  • Versandgebühren: Auch hier hängen die Kosten von den Maßen und dem Gewicht deiner Produkte ab.
  • Rückerstattungsgebühren: Wenn es zu Rücksendungen kommt, fällt eine Rückerstattungsgebühr in Höhe von 5% der Verkaufsgebühr an, maximal jedoch 5€.
  • Zusätzliche Servicegebühren: Für Medienprodukte können extra Gebühren anfallen.
     

Aktuelle Änderungen bei den Amazon FBA-Gebühren ab 2026

Amazon hat Ende 2025 und Anfang 2026 die Gebührenstruktur europaweit deutlich überarbeitet. Für österreichische Händler, die primär über amazon.de verkaufen, sind das die relevanten Änderungen:

  • Seit dem 15. Dezember 2025 sind die FBA-Versandgebühren für Pakete und Übergrößen in Deutschland um durchschnittlich 0,32 Euro pro Sendung gesunken. Für 2026 plant Amazon europaweit ein durchschnittliches Minus von 0,17 Euro pro verkaufter Einheit.
     
  • Auch die Verkaufsprovisionen sind in mehreren Kategorien gefallen.
    • Bekleidung und Accessoires bis 15 Euro kosten seit Dezember 2025 nur noch 5% statt 8%,
    • zwischen 15 und 20 Euro sank die Provision von 15% auf 10%.
    • Seit Februar 2026 werden Haushaltswaren bis 20 Euro mit 8% besteuert,
    • Tierfutter und Tierkleidung bis 10 Euro mit nur noch 5%.
    • Das Low-Price-FBA-Programm gilt jetzt für alle Produkte bis 20 Euro und bringt rund 0,45 Euro Ersparnis pro Einheit.
       
  • Was man als österreichischer Händler aber genauso fest einplanen muss: Ab dem 17. April 2026 gilt in Europa ein Treibstoffzuschlag von 1,5% auf alle FBA-Versandgebühren, rund 0,05 Euro pro Einheit. Lager- und Rücksendungsgebühren wurden leicht erhöht.
    • Und wer den Lagerbestand unter 28 Tage Reichweite fallen lässt, zahlt eine Low-Stock-Fee von 0,20 bis 0,70 Euro pro Artikel. Gerade für österreichische Händler mit längeren Nachbestellwegen ist das ein Punkt, den man nicht unterschätzen sollte.

Alle Kosten mit sämtlichen Amazon FBA Gebühren findest du

Es ist wichtig, diese Kosten bei der Preisgestaltung deiner Produkte zu berücksichtigen.
 

Wichtig zu wissen: Wenn du deine Produkte über Amazon FBM (Fulfillment by Merchant) versendest, entfallen die Lager- und Versandgebühren, da du diese Aufgaben selbst übernimmst, bzw. einem Fulfillment Unternehmen deiner Wahl - wie Quivo- anvertraust.

Wie spart man Amazon FBA Gebühren? Der Kostenrechner

Um Amazon FBA Gebühren zu sparen, hast du verschiedene Möglichkeiten:

  1. Lagerung: Um den Lagerbestand zu reduzieren und die Amazon Lagergebühren zu senken, kannst du eigene Lager oder Zwischenlager in Anspruch nehmen, die deutlich günstiger sein können. Insbesondere bei größeren Produkten kann dies zu erheblichen Einsparungen führen und du kannst dabei trotzdem die Vorteile von Amazons FBA Service nutzen.
     
  2. Preisgestaltung: Du kannst deine Gewinnspanne und somit auch die anfallenden Gebühren beeinflussen, indem du den Verkaufspreis deines Produkts entsprechend anpasst. Eine strategische Preisgestaltung kann die Auswirkungen der FBA-Gebühren verringern.
     
  3. Verpackung: Eine kompakte Verpackung deiner Produkte führt dazu, dass diese in eine niedrigere Versandkategorie fallen und somit weniger Versandkosten nach sich ziehen. Durch die Optimierung der Amazon Verpackungen kannst du sowohl die Kundenansprache verbessern als auch deine Kosten reduzieren.
     
  4. Produktoptimierung: Mit der ständigen Optimierung deiner Produkte trägst du dazu bei, deine Kosten laufend zu senken. Dies kann durch die Suche nach günstigeren Lieferanten, die Verbesserung der Produktqualität oder die Verwendung günstigerer Materialien oder Herstellungswege passieren.
     
  5. Verkaufsoptimierung: Durch die Steigerung deiner Verkaufszahlen kannst du die FBA-Gebühren in Relation zum Umsatz verringern. Investiere in Marketing und optimiere dein Listing, um mehr potenzielle Amazon Käufer anzusprechen und deine Verkaufschancen zu erhöhen.
     

Amazon FBA Rechner, bzw. Kostenrechner:

Vor dem Start deines Amazon-Geschäfts solltest du unbedingt eine gründliche Kalkulation der Kosten durchzuführen!

Eine genaue Kostenanalyse ermöglicht es dir, potenzielle Einsparungen zu identifizieren und eine solide Grundlage für deine Preisgestaltung und Geschäftsstrategie zu schaffen!

Die Vorteile von Amazons FBA Service

Hier sind die besten Vorteile von Fulfillment by Amazon:

  • Logistik: Amazon kümmert sich um deinen gesamten Logistikprozess. Von der Lagerung, über Verpackung und Versand. Du musst nur dafür sorgen, dass der Lagerbestand ausreichend bleibt. Das ist eine große Last, die den HändlerInnen hier abgenommen wird.
     
  • Lagerung: Amazon lagert deine Produkte gegen eine Gebühr in seinen Fulfillment-Centern und wickelt von hier aus deine Logistik ab. Du musst dich weder nach Lagerstandorten umsehen, noch um Personal oder Lager-Mieten sorgen, sondern nur darauf achten, dass deine Produkte Amazons Richtlinien erfüllen und der Bestand im Lager gut gefüllt bleibt. 
     
  • Geschwindigkeit: Bei Amazon verschickst du neben normalem Versand auch kostenlos mit Prime. Deine Produkte werden als solche zertifiziert und Amazon sorgt für den blitzschnellen Versand an deine KundInnen. Das steigert die Attraktivität deines Angebots enorm!

    Versandkosten: Die größte Versandplattform der Welt hat natürlich sehr gute Konditionen und speziell ausgehandelte Verträge mit so gut wie allen Versanddiensten. Für dich bedeutet das wiederum, dass auch deine Versandkosten sinken können, wenn Amazon sich um dein Fulfillment kümmert. 

  • Retourenmanagement: Wenn deine KundInnen Ihre bestellte Ware retour schicken, gelangt das Paket wieder zurück zu Amazon, das sich um das gesamte Retourenmanagement, inkl. Rückerstattungen kümmert. Ein weiterer aufwändiger Prozess, der in Amazon's Fulfillment Service inkludiert ist.
     
  • Kundenservice: Du kannst als Händler*In bei Amazon den hauseigenen Kundenservice nutzen, der jederzeit zur Verfügung steht und sich um die Anliegen deiner Amazon-KundInnen kümmert. Es kommt selten zu Engpässen oder langen Wartezeiten und deine KundInnen können ihr Anliegen direkt kommunizieren.
     
  • MCF - Multi Channel-Fulfillment: Es gibt inzwischen die Möglichkeit, deine Produkte über mehrere Plattformen hinweg zu verkaufen - z.B. über Amazon und eBay gleichzeitig - und dabei Amazon dein gesamtes Fulfillment abwickeln zu lassen. Dies nennt sich MCF (Multi-Channel-Fulfillment). Damit kannst du deine Produkte einer breiteren Gruppe an KundInnen anbieten.

Die Nachteile von Amazon FBA

Kein Unternehmen gleicht dem anderen und Anforderungen können sehr verschieden sein. Hier einige der häufigsten Gründe, die als Nachteile von Fulfillment by Amazon gesehen werden.

  • Lagerung bei Amazon: 

Wie die meisten Fulfillment-Anbieter mag es auch Amazon nicht, wenn zu wenig Bewegung in ihren Lagern stattfindet. Wenn Produkte also zu lange unverkauft stehen bleiben, werden die Lagergebühren teurer. Das gilt es zu beachten und gegebenenfalls einzukalkulieren - oder du überwachst laufend und genau deinen Bestand, damit deine Lagerkosten nicht ausarten. 

Außerdem musst du darauf achten, dass die Produkte, die du über Amazon verkaufst, eine genaue Liste von Anforderungen erfüllen, um überhaupt ins FBA-Programm aufgenommen werden zu können. Je nach Produkttyp, können manche davon für HändlerInnen schwer umzusetzen sein. 

Die genauen Produktanforderungen für den Versand durch Amazon findest du - hier!

  • Die Kosten von FBA: 

Was kostet Amazon FBA? Der Service hat zahlreiche große Vorteile, doch diese sind nicht umsonst. Für Start-ups und kleinere Unternehmen mit weniger Kapital kann sich das Fulfillment mit Amazon, aufgrund verschiedener Gebühren im Endeffekt nicht rechnen. Auch günstige Artikel über Amazon zu verschicken, kann in der Endabrechnung doch teuer kommen, weil die Lagerkosten unter Umständen hoch ausfallen. Wenn die Produkte auch noch groß und schwer sind, schmilzt dein Profit dahin.

Darüber hinaus priorisiert Amazon die Bezahlung seiner ausständigen Gebühren gegenüber deinem Geschäft. Du kannst also nicht die nächsten Verkäufe dazu nutzen, eventuell ausständige Schulden bei Amazon zu begleichen, sondern musst stets liquide bleiben, damit dein Fulfillment ungehindert weiterläuft.

  • Hierfür bietet Amazon einen praktischen FBA-Rechner an, mit dem du herausfinden kannst, ob es sich lohnt, mit Amazon zu verschicken!
  • Möchtest du dein Fulfillment künftig in der eigenen Hand haben? Wir unterstützen dich dabei. Schreib uns einfach.
     
  • Retourenabwicklung:

Häufig wird berichtet, dass aufgrund Amazons lockerer Rückgabe-Politik, die Rücksendungen von Produkten steigen. Zwar kümmert sich Amazon um die logistische Abwicklung, doch HändlerInnen übernehmen die Kosten bei beschädigten Retouren, was sich in der Häufigkeit negativ auf deinen Profit auswirken kann. Du hast keinen Einfluss darauf, welche Retouren akzeptiert werden und welche nicht.

  • Konkurrenz, Identität und Kundenbindung:

Amazon ist ein hart umkämpfter Marktplatz, auf dem es gerade für neue oder kleinere Händler schwer ist, sichtbar zu werden. Daher ist starkes Marketing entscheidend, um Produkte erfolgreich zu platzieren.

Besonders Nischenmarken kämpfen mit der Konkurrenz, da über FBA kaum Kundenbindung entsteht – die Artikel werden „über Amazon“ verkauft, und die Verpackung trägt ausschließlich deren Branding. Dadurch bleibt dein Unternehmen im Hintergrund.

Der von Amazon bereitgestellte Kundenservice entlastet zwar den Alltag, doch weil Anfragen zentral bearbeitet werden, erhältst du wenig direktes Kundenfeedback. Das kann sich ebenfalls auf die Markenbekanntheit auswirken.

  • Risiko von Kontosperrungen oder -einschränkungen

Zu guter Letzt noch ein wichtiger Punkt: Amazon kann aus zahlreichen Gründen Geschäftskonten sperren oder einschränken, was unmittelbare und schwerwiegende Auswirkungen auf deinen Verkauf und deinen Cashflow haben kann!

Amazon FBA Alternativen

Ungeachtet der Vor- und Nachteile von Amazon FBA ist eines klar -du übergibst einen wichtigen Teil deines Geschäfts an Amazon und bist von dessen Prozessen und Gebühren abhängig. Deswegen suchen viele HändlerInnen nach Alternativen zum FBA-Modell, ohne auf ihre Kundenbasis bei Amazon und das Prime-Label zu verzichten.

So kannst du dich als E-Commerce-Händler breiter aufstellen, unabhängiger werden und durch mehr Branding-Möglichkeiten eine bessere Kundenbindung aufbauen. Als Händler*In hast du eine große FBA-Alternative, um deine Waren über Amazon zu verkaufen:

FBM - Fulfillment by Merchant:

Du verkaufst deine Produkte über Amazon, aber übernimmst Lagerung, Versand und Retourenabwicklung selbst, bzw. übergibst deine Logistik an einen externen Fulfillment-Anbieter wie Quivo.

  • Der Vorteil vom FBM ist, dass du die Möglichkeit bekommst, deine Pakete so zu gestalten, wie du es willst. Fulfillment-Anbieter ermöglichen ebenso ein gezieltes Branding deiner Pakete und sind Amazon Prime zertifiziert. So erreichst du deine KundInnen persönlich, sowie direkt und stärkst damit deine Marke.
     
  • Zusätzlich gibt es weniger Einschränkungen und Gebühren, vor allem bei Lagerflächen sind wir in der Regel flexibler als Amazon, weil du nur für die Fläche zahlst, die du aktuell in Anspruch nimmst. Außerdem können wir für Multichannel-Fulfillment-Kund*Innen, die zusätzlich zu FBM über uns, auch Amazons FBA-Service in Anspruch nehmen, ihre dortigen Lager befüllt halten. 

Schlusswort: Lohnt sich Amazon FBA noch?

Amazon FBA bleibt auch 2026 für österreichische Händler eine echte Option, aber ein Selbstläufer ist es schon lange nicht mehr. Die Gebührenstruktur hat sich zuletzt spürbar verändert: Einerseits gibt es deutliche Senkungen in vielen Kategorien, andererseits kommen neue Kostenpunkte wie der Treibstoffzuschlag und die Low-Stock-Fee dazu. Wer als Österreicher über amazon.de verkauft, muss zusätzlich die steuerliche Doppelregistrierung und die Retourenproblematik im Griff haben!

Kurz gesagt: FBA lohnt sich, wenn die Kalkulation stimmt und die Strategie sitzt. Ohne solide Produktrecherche und genaue Kostenrechnung wird es schnell eng. Mit einer klaren Nische, echter Marke und regelmäßigem Blick auf die Gebührenstruktur kann FBA aber auch 2026 profitabel sein.

Falls dein Paketaufkommen zu groß wird, dass du nicht mehr hinterherkommst oder von FBA unabhängig werden möchtest, kümmern wir uns gerne darum!

Das ist unser Spezialgebiet, vom Transport deiner Produkte an unser Lager, über die automatisierte Verpackung, bis zum Versand der Bestellungen an die Haustür deiner KundInnen.

 

Quellen

Die aktuellsten Gebühren von FBA findest du in deiner Seller Central:
URL: sellercentral.amazon.com

Seite: Amazons Versanddienst FBA: Vor- und Nachteile für Händler
URL: www.ecosistant.eu

Seite: Preisgestaltung von Amazon
URL: sell.amazon.de/preisgestaltung

YouTube Amazon Channel

Bildquellen:

Quivo © 2026 - pixabay, Amazon, unsplash.com